Und schon wieder stellten wir die Uhr eine Stunde zurück (Winterzeit), so langsam kommen wir ganz aus dem Takt.
Bei Sonne und blauem Himmel sieht die Welt schon ganz anders aus. Es gibt frische Brötchen von Aldi-Nord (in Portugal haben die Supermärkte 7 Tage die Woche, von 8-21.30 Uhr geöffnet) und anschließend geht’s nochmal in den heiligen Bezirk.

Am Sonntag ist wesentlich mehr los, um 11.00 Uhr ist die Hauptmesse auf dem großen Platz vor der Kathedrale. Es gibt eine Prozession von der Erscheinungskapelle bis zum Hauptaltar, mit allem Zipp & Zapp. Der Kopfbedeckung nach, hielt heute der Bischof des Gottesdienst. Einige der Gläubigen bewegen sich auf Knien über den Platz (hierfür ist eine besondere „Strecke“ markiert), viele haben Körperteile oder andere Symbole aus Wachs dabei. 

Überhaupt läuft der Handel mit Devotionalien sehr gut – unzählige Stände und Geschäfte bieten alles an, was das religiöse Herz begehrt. Welche Bewandtnis die besonders langen Kerzen haben, erschließt sich uns nicht – aber die Kerzen sind unglaublich günstig. Hier werden sie nicht angezündet und in einen Ständer gestellt – man wirft sie komplett in eine der riesigen Metallbehälter, in denen große Flammen entstehen und viel Rauch produziert wird, der über dem Platz hängt.

Wir verlassen Fátima auf der Autobahn Richtung Süden und landen auf einem kleinen, privaten Campingplatz in der Nähe von Sintra. Die Besitzerin, Juliette, ist halb Französin und halb Südafrikanerin und überschüttet uns mit guten Tipps und lustigen Geschichten. Der Platz selbst ist ein kleines Paradies.

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