Als wir aufwachten, konnten wir draußen nix sehen – totaler Nebel.


Egal, das hielt uns nicht von der Schlossbesichtigung ab. Selbstverständlich waren wir die einzigen Besucher. Die Geschichte des Gemäuers war mittelmäßig interessant, aber dafür die Geschichte der Restaurierung (2023) um so mehr. Mit viel Liebe zum Detail und guter Museumspädagogik hat man hier einen interessanten Rundgang durch die Geschichte geschaffen. Darüberhinaus werden hier regelmäßig Workshops angeboten – der mit dem Titel „Herbstdekoration“ hat sichtbare Spuren im ganzen Haus hinterlassen.


Wir schlendern noch durch den kleinen Ort, in dem ansonsten gar nichts los ist (hoffentlich im Sommer mehr).


Anschließend geht es weiter nach Dijon – unterwegs ist der Nebel auf einmal komplett weg und die Sonne scheint.
Wir stellen uns auf einen Parkplatz in der Nähe einer Schleuse – ein hübsches Naherholungsgebiet.


Mit dem Bus geht es in die Innenstadt. Hier folgen wir der Eule: Die „Eule von Dijon“ ist das Maskottchen der Stadt und ein Glücksbringer, der auf der Kathedrale Notre-Dame sitzt. Sie ist Teil des „Eulenpfads“, einem 22-Etappen-Rundweg, der Besucher zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt führt. Ein Streicheln der Eule mit der linken Hand soll Glück bringen. So kommen wir an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei.


Wir besuchen auch eine Senf-Mühle… Im Unterschied zu anderen Senfsorten werden für den Dijon Senf ausschließlich Senfkerne ohne Schale verwendet. Darüber hinaus besteht eine weitere Eigenart des französischen Scharfmachers darin, dass die Senfkörner nicht entölt werden und daher ein besonders intensives und volles Aroma abgeben können. Der Senf ist zwar nach der Stadt benannt, es handelt sich aber nicht um eine Herkunftsbezeichnung, sondern um ein „Rezept“. Nachdem wir einige Sorten probiert haben, können wir bestätigen: er ist scharf! Auch sehr witzig: im Laden gab es einen Senf-Automat (1 Euro einwerfen, Sorte wählen und ein kleines Gläschen kommt heraus).


Langsam wird es dunkel, kühl (2 Grad) und ungemütlich (Nebel) und wir suchen uns einen Übernachtungsplatz in Seurre (30 Kilometer entfernt).

Statistik des Tages


2 Antworten zu „Châteauneuf & Dijon – Noch 3 Tage – 62. Tag“

  1. Avatar von Ariane
    Ariane

    Das bringt aber kein Glück mit der rechten ✋

    1. Avatar von Marcus Klee
      Marcus Klee

      Meine Frau sagt ich hätte eine Rechts-Links-Schwäche. Ich weiß nicht was sie meint.

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