Huch, noch ein Highlight entdeckt.
Eigentlich wollten wir nach dem Frühstück weiterfahren, aber Marcus meinte, dass wir noch schnell die Ruinen eines Mauren-Palastes, außerhalb von Córdoba, anschauen könnten… es sei gerade um die Ecke. Das ganze entpuppte sich als riesiges Informationszentrum mit Museum, diverse Busse standen auf dem Parkplatz. Rentner-und Schulgruppen in großer Anzahl…. und eine längere Schlange an der Bushaltestelle… wir gingen zum Ticket-Schalter und freuten uns mal wieder, Europäer zu sein – die genießen nämlich freien Eintritt. Wir sahen uns einen Film an, in dem, sehr anschaulich, erklärt wurde, dass der Kalif im 10. Jahrhundert beschloss, an dieser Stelle eine Stadt zu errichten. 3-D-Animationen gaben einen Eindruck, wie diese ausgesehen haben könnte. Schon 75 Jahre nach Fertigstellung wurde die Stadt komplett zerstört und heute ist es eins der größten archäologischen Projekte in Spanien, sie zu erforschen und zu rekonstruieren. Nun war auch klar, warum es eine Schlange anders Bushaltestelle gab: der Shuttle brachte uns auf den Berg zur Ruinenstadt. Sehr, sehr beeindruckend.



























Dann ging unsere Reise weiter – wir haben entschieden, uns die Extremadura näher anzuschauen. Es ist einer der ärmsten Landstriche in Spanien, soll aber voller schöner Ecken sein. Wir fuhren über Land; rechts und links der Nationalstraße standen immer wieder stillgelegte Zechentürme (früher wurde wohl Eisenerz abgebaut), ansonsten trockene Land und jede Menge Olivenbäume (etwas anderes wächst hier nicht). Irgendwo im Nirgendwo hielten wir an einer Tankstelle, natürlich mit Bedienung… und die hieß Maria. In Deutschland geboren, mit 19 (vor 40 Jahren) wieder nach Spanien zurückgekehrt, freute sie sich total, mal wieder deutsch sprechen zu können. Wir hielten einen längeren Schwatz über Gott und die Welt… vor allem über das Abgehängtsein dieser Region – noch nichtmal Deutsche mit Wohnmobilen kommen vorbei. Wenn wir wieder kommen, trinken wir einen Kaffee zusammen.






Unser heutiges Ziel: Zafra; ein nettes Städtchen mit kleiner Altstadt. Bei den Klarissen gab es einen lustigen Laden – wir unterstützten mit dem Einkauf von Keksen. Kaffee und Kuchen nahmen wir auf dem Hauptplatz. Hier stehen auch schon die Buden für den Weihnachtsmarkt und wir sitzen im T-Shirt davor.
























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