Man glaubt es kaum… der Regen hat nachgelassen, es tröpfelt nur noch hier und da…
Wir schwingen uns auf die Fahrräder und düsen Richtung Porto (ca. 11 Kilometer bis in die Altstadt). Der Radweg ist super ausgebaut, führt am Meer und dann am Douro-Ufer entlang.

Am Hafen von Afurada halten wir kurz an – hier gibt es ein öffentliches Waschhaus. Das hat eine lange Tradition; früher haben die Frauen der Fischersiedlung vormittags Fisch verkauft und nachmittags die Wäsche von reichen Haushalten gewaschen, um sich noch etwas dazuzuverdienen… und gemeinsam war es „netter“ (sie lachten, erzählten, sangen)… und das hat sich bis heute gehalten. Die Frauen treffen sich immer noch im Waschhaus. Heute war allerdings niemand da. Vielleicht wegen des Wetters?







Die Räder parkten wir und dann ging’s, per Seilbahn, auf die obere Etage der Brücke Luís I (60 Meter hoch, 385 Meter lang, konstruiert von einem Kollegen von Gustave Eiffel).









Wir spazierten gemütlich über die Brücke und sind sehr erstaunt darüber, wie verfallen die Stadt an allen Ecken und Enden ist. Auch in den absoluten Touri-Ecken stehen viele Häuser mittendrin, die eigentlich nur noch Ruinen sind.









In der Bahnhofshalle von São Bento, aus dem 19. Jahrhundert, bewunderten wir die wunderbaren Fliesen, auf denen viele Teile der portugiesischen Geschichte dargestellt sind. Die wenigsten Leute wollen hier wohl Zug fahren 🤣





Den, angeblich, schönsten McDonald der Welt schauten wir uns auch noch an.
Das Mittagessen nahmen wir dann doch in einer netten Kneipe ein (Menü für 9,50 Euro, inklusive Suppe, Wasser und Kaffee). Wir waren die einzigen Gäste (schade für den Laden…). Rudi hätte es dort sehr gut gefallen, denn es gab unendlich viele, schön präsentierte, Flohmarktartikel.













Livralia Lello – die supertolle und berühmte Buchhandlung haben wir ausgelassen. Die Schlange ist riesig, man muss im Voraus digital ein Zeitkontigent buchen und 10 Euro Eintritt bezahlen (wird beim Kauf von Büchern verrechnet).


Lieber laufen wir weiter durch die engen Gassen und steigen in die historische Trambahn-Linie 1 ein. Die Fahrt geht, entlang des Douros, bis zur Mündung.

























Nun hatten wir es eilig – um 17 Uhr war Weinprobe mit Pedro auf unserem Campingplatz angesagt. Er präsentierte uns zwei Weine eines befreundeten Winzers aus dem Dourotal, leckeren Schafskäse eines anderen Freundes. Außerdem Olivenöl und Mandeln aus eigenem Anbau – alles sehr lecker. Die 6 anderen Teilnehmer kamen alle aus Großbritannien und hatten viel Spaß.
Anschließend kauften wir noch ein bisschen Obst und Gemüse bei einer Dame, die mit ihrem (vollgestopften) Lieferwagen mitten auf dem Campingplatz stand (auch eine Bekannte von Pedro🤣).





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